3.12.2016 Kindertheater “Von einem der auszog das Fürchten zu lernen”

Fürchten – von einem, der auszog!

Ausgangspunkt für die Kindertheaterproduktion ist das bekannte Märchen der Brüder Grimm. Alle Rollen dieses Märchens sind für einen Spieler zusammengeschrieben und werden von einer Musikerin begleitet, die am Ende die Prinzessin sein wird.

Zur Geschichte.
Es waren zwei Söhne. Der jüngere Sohn ist dumm und wird vom Vater nicht beachtet. Wenn alle am Feuer Geschichten erzählen, „gruselt“ es sie. Das würde der Jüngste gern lernen, da es ihn nie gruselt! So wird er in unserem Stück in die phantastischsten Situationen gebracht, von denen man annimmt, dass sie den tapfersten Mann das Gruseln lehren – doch nichts kann ihn berühren. Nachdem er selbst zwei Gehängten mit Freundlichkeit und Gelassenheit begegnet, findet er sich schließlich in einem Spukschloss wieder: wer es dort drei Nächte aushält, bekommt die Prinzessin zur Frau. Ihm begegnet ein Skelett, er spielt mit einer Katze Karten, erlebt eine Teufelsbeschwörung und selbst die Gruft lässt ihn ohne Angst zurück. Da er es also drei Nächte ausgehalten hat bekommt er die Prinzessin zur Frau. Auf der Hochzeit redet er wieder vom Gruseln, da er das noch immer nicht erreicht hat („Ach, wenn mir’s nur gruselte!“). Seine Frau schüttet ihm nachts kaltes Wasser mit Fischen ins Gesicht – da gruselt es ihn endlich!

Zum Thema Furcht.
Der Mythos des angstfreien Helden gehört schon unter Vierjährigen zum gesicherten Wissen um das Wesen des Mannes – in allen Kulturkreisen und Religionen. Bei aller Kritik an solchen seltsamen Vorbild ist es doch wichtig zu bemerken, welchen immensen Bedarf besonders kleine Jungen haben, sich als unverletzlich, stark und überlegen zu empfinden. Ihre Spiele sind Übungsfeld für Größe und Autonomie. Aber oftmals besteht eine große Kluft zwischen dem Inneren, eigenen Empfinden eines kleinen Jungen und den ganzen männlichen Machtdemonstrationen. Es wird etwas umhüllt, was von innen ganz unsicher ist. Auch in vielen Schulklassen begegnen wir kleinen Helden des Alltages, die Furchtlosigkeit nur vortäuschen, und das Gegenteil des furchtlosen Märchenhelden sind. In unserer Inszenierung ermöglichen wir den Kindern, sich mit dem Helden zu identifizieren und anders als im Alltag der Kinder wird in dem Märchen eine Lösung geboten – dieser wirklich furchtlose Märchenheld ahnt, dass ihm etwas Entscheidendes im Leben fehlt, auch wenn er dank seiner Furchtlosigkeit sogar die Königstochter zur Frau bekommt. Erst durch ihre Liebe erlernt er das Gruseln. Am Ende gilt: Alle Gefühle sind wahr- und ernst zu nehmen und Angst ist eines davon, das man zulassen muss, dem man sich hingeben können muss, um es zu besiegen.

Zur Inszenierung.

Unsere Zuschauer werden von uns auf die Reise des Jungen mitgenommen – in akustisch und visuell phantasievollen Spielsituationen können die Kinder die Reifung des Helden mit durchleben und erfahren am Ende, wie befreiend der Zugang zum eigenen Gefühl ist. Da auf der Bühne Mann und Frau vertreten sind und mit allen gängigen Rollenklischees gespielt wird und sie spielerisch in Frage gestellt werden, gibt es Identifikation für Jungs und Mädchen. All das im Rahmen einer etwas ungewöhnlichen „Monstersshow“ – ein Stück zum Mitfiebern und Gruseln, Lachen und Nachdenken!

Die Künstler.

Christiane Ahlhelm – Regie & Textfassung
geboren 1971 in Schleswig-Holstein, besuchte 1990 – 1993 die Schauspielschule Dimitri im Tessin (CH). Seit 1994 entstehen Regiearbeiten bei freien Theatergruppen sowie Eigenproduktionen. 1997 gründete sie mit anderen Künstlerinnen und Künstlern die Gruppe Kunstdünger, im Jahr 2000 entstand dann das Theater KUNSTDÜNGER für ein junges Publikum. www.theaterkunstduenger.de
Sie lebt und arbeitet in Valley bei München.

Stefan Drücke – Konzept & Spiel
1988-1991 Schule für Schauspiel Hamburg. Seitdem Engagements in Salzburg, Augsburg, Berlin, Hamburg und Erlangen (1998-2006) und diversen Filmproduktionen. Seit 2008 auch Klinik Clown. Derzeit ist er in mehreren Produktionen am Staatstheater Nürnberg zu sehen. Er lebt in Erlangen.

Annegret Enderle – Komposition & Spiel
geboren 1984 am Bodensee, studierte Musikpädagogik in Augsburg und Violine an der Musikhochschule Trossingen. Seit 5 Jahren selbständig als Theatermusikerin und Komponistin. Engagements in ganz Deutschland, unter anderem Theater Konstanz, Rostock, Bremen, Ingolstadt. Sie lebt in Leipzig.


Wann: Sa., 3.12.2016, 15.00 Uhr
Wo: Kulturforum Logenhaus, Universitätsstr. 25, 91054 Erlangen
Kosten: 10,- Erw. / 8,- Kind
Veranstalter/Info/Reservierung: Stefan Drücke, Stefan.Druecke@yahoo.com

17.12.2016 Kindertheater “Von einem der auszog das Fürchten zu lernen”


Die Aufführung am 17.12.2016 entfällt leider.

Fürchten – von einem, der auszog!

Ausgangspunkt für die Kindertheaterproduktion ist das bekannte Märchen der Brüder Grimm. Alle Rollen dieses Märchens sind für einen Spieler zusammengeschrieben und werden von einer Musikerin begleitet, die am Ende die Prinzessin sein wird.

Zur Geschichte.
Es waren zwei Söhne. Der jüngere Sohn ist dumm und wird vom Vater nicht beachtet. Wenn alle am Feuer Geschichten erzählen, „gruselt“ es sie. Das würde der Jüngste gern lernen, da es ihn nie gruselt! So wird er in unserem Stück in die phantastischsten Situationen gebracht, von denen man annimmt, dass sie den tapfersten Mann das Gruseln lehren – doch nichts kann ihn berühren. Nachdem er selbst zwei Gehängten mit Freundlichkeit und Gelassenheit begegnet, findet er sich schließlich in einem Spukschloss wieder: wer es dort drei Nächte aushält, bekommt die Prinzessin zur Frau. Ihm begegnet ein Skelett, er spielt mit einer Katze Karten, erlebt eine Teufelsbeschwörung und selbst die Gruft lässt ihn ohne Angst zurück. Da er es also drei Nächte ausgehalten hat bekommt er die Prinzessin zur Frau. Auf der Hochzeit redet er wieder vom Gruseln, da er das noch immer nicht erreicht hat („Ach, wenn mir’s nur gruselte!“). Seine Frau schüttet ihm nachts kaltes Wasser mit Fischen ins Gesicht – da gruselt es ihn endlich!

Zum Thema Furcht.
Der Mythos des angstfreien Helden gehört schon unter Vierjährigen zum gesicherten Wissen um das Wesen des Mannes – in allen Kulturkreisen und Religionen. Bei aller Kritik an solchen seltsamen Vorbild ist es doch wichtig zu bemerken, welchen immensen Bedarf besonders kleine Jungen haben, sich als unverletzlich, stark und überlegen zu empfinden. Ihre Spiele sind Übungsfeld für Größe und Autonomie. Aber oftmals besteht eine große Kluft zwischen dem Inneren, eigenen Empfinden eines kleinen Jungen und den ganzen männlichen Machtdemonstrationen. Es wird etwas umhüllt, was von innen ganz unsicher ist. Auch in vielen Schulklassen begegnen wir kleinen Helden des Alltages, die Furchtlosigkeit nur vortäuschen, und das Gegenteil des furchtlosen Märchenhelden sind. In unserer Inszenierung ermöglichen wir den Kindern, sich mit dem Helden zu identifizieren und anders als im Alltag der Kinder wird in dem Märchen eine Lösung geboten – dieser wirklich furchtlose Märchenheld ahnt, dass ihm etwas Entscheidendes im Leben fehlt, auch wenn er dank seiner Furchtlosigkeit sogar die Königstochter zur Frau bekommt. Erst durch ihre Liebe erlernt er das Gruseln. Am Ende gilt: Alle Gefühle sind wahr- und ernst zu nehmen und Angst ist eines davon, das man zulassen muss, dem man sich hingeben können muss, um es zu besiegen.

Zur Inszenierung.

Unsere Zuschauer werden von uns auf die Reise des Jungen mitgenommen – in akustisch und visuell phantasievollen Spielsituationen können die Kinder die Reifung des Helden mit durchleben und erfahren am Ende, wie befreiend der Zugang zum eigenen Gefühl ist. Da auf der Bühne Mann und Frau vertreten sind und mit allen gängigen Rollenklischees gespielt wird und sie spielerisch in Frage gestellt werden, gibt es Identifikation für Jungs und Mädchen. All das im Rahmen einer etwas ungewöhnlichen „Monstersshow“ – ein Stück zum Mitfiebern und Gruseln, Lachen und Nachdenken!

Die Künstler.

Christiane Ahlhelm – Regie & Textfassung
geboren 1971 in Schleswig-Holstein, besuchte 1990 – 1993 die Schauspielschule Dimitri im Tessin (CH). Seit 1994 entstehen Regiearbeiten bei freien Theatergruppen sowie Eigenproduktionen. 1997 gründete sie mit anderen Künstlerinnen und Künstlern die Gruppe Kunstdünger, im Jahr 2000 entstand dann das Theater KUNSTDÜNGER für ein junges Publikum. www.theaterkunstduenger.de
Sie lebt und arbeitet in Valley bei München.

Stefan Drücke – Konzept & Spiel
1988-1991 Schule für Schauspiel Hamburg. Seitdem Engagements in Salzburg, Augsburg, Berlin, Hamburg und Erlangen (1998-2006) und diversen Filmproduktionen. Seit 2008 auch Klinik Clown. Derzeit ist er in mehreren Produktionen am Staatstheater Nürnberg zu sehen. Er lebt in Erlangen.

Annegret Enderle – Komposition & Spiel
geboren 1984 am Bodensee, studierte Musikpädagogik in Augsburg und Violine an der Musikhochschule Trossingen. Seit 5 Jahren selbständig als Theatermusikerin und Komponistin. Engagements in ganz Deutschland, unter anderem Theater Konstanz, Rostock, Bremen, Ingolstadt. Sie lebt in Leipzig.


Wann: Sa., 17.12.2016, 15.00 Uhr
Wo: Kulturforum Logenhaus, Universitätsstr. 25, 91054 Erlangen
Kosten: 10,- Erw. / 8,- Kind
Veranstalter/Info/Reservierung: Stefan Drücke, Stefan.Druecke@yahoo.com

18.12.2016 Kindertheater “Von einem der auszog das Fürchten zu lernen”

Fürchten – von einem, der auszog!

Ausgangspunkt für die Kindertheaterproduktion ist das bekannte Märchen der Brüder Grimm. Alle Rollen dieses Märchens sind für einen Spieler zusammengeschrieben und werden von einer Musikerin begleitet, die am Ende die Prinzessin sein wird.

Zur Geschichte.
Es waren zwei Söhne. Der jüngere Sohn ist dumm und wird vom Vater nicht beachtet. Wenn alle am Feuer Geschichten erzählen, „gruselt“ es sie. Das würde der Jüngste gern lernen, da es ihn nie gruselt! So wird er in unserem Stück in die phantastischsten Situationen gebracht, von denen man annimmt, dass sie den tapfersten Mann das Gruseln lehren – doch nichts kann ihn berühren. Nachdem er selbst zwei Gehängten mit Freundlichkeit und Gelassenheit begegnet, findet er sich schließlich in einem Spukschloss wieder: wer es dort drei Nächte aushält, bekommt die Prinzessin zur Frau. Ihm begegnet ein Skelett, er spielt mit einer Katze Karten, erlebt eine Teufelsbeschwörung und selbst die Gruft lässt ihn ohne Angst zurück. Da er es also drei Nächte ausgehalten hat bekommt er die Prinzessin zur Frau. Auf der Hochzeit redet er wieder vom Gruseln, da er das noch immer nicht erreicht hat („Ach, wenn mir’s nur gruselte!“). Seine Frau schüttet ihm nachts kaltes Wasser mit Fischen ins Gesicht – da gruselt es ihn endlich!

Zum Thema Furcht.
Der Mythos des angstfreien Helden gehört schon unter Vierjährigen zum gesicherten Wissen um das Wesen des Mannes – in allen Kulturkreisen und Religionen. Bei aller Kritik an solchen seltsamen Vorbild ist es doch wichtig zu bemerken, welchen immensen Bedarf besonders kleine Jungen haben, sich als unverletzlich, stark und überlegen zu empfinden. Ihre Spiele sind Übungsfeld für Größe und Autonomie. Aber oftmals besteht eine große Kluft zwischen dem Inneren, eigenen Empfinden eines kleinen Jungen und den ganzen männlichen Machtdemonstrationen. Es wird etwas umhüllt, was von innen ganz unsicher ist. Auch in vielen Schulklassen begegnen wir kleinen Helden des Alltages, die Furchtlosigkeit nur vortäuschen, und das Gegenteil des furchtlosen Märchenhelden sind. In unserer Inszenierung ermöglichen wir den Kindern, sich mit dem Helden zu identifizieren und anders als im Alltag der Kinder wird in dem Märchen eine Lösung geboten – dieser wirklich furchtlose Märchenheld ahnt, dass ihm etwas Entscheidendes im Leben fehlt, auch wenn er dank seiner Furchtlosigkeit sogar die Königstochter zur Frau bekommt. Erst durch ihre Liebe erlernt er das Gruseln. Am Ende gilt: Alle Gefühle sind wahr- und ernst zu nehmen und Angst ist eines davon, das man zulassen muss, dem man sich hingeben können muss, um es zu besiegen.

Zur Inszenierung.

Unsere Zuschauer werden von uns auf die Reise des Jungen mitgenommen – in akustisch und visuell phantasievollen Spielsituationen können die Kinder die Reifung des Helden mit durchleben und erfahren am Ende, wie befreiend der Zugang zum eigenen Gefühl ist. Da auf der Bühne Mann und Frau vertreten sind und mit allen gängigen Rollenklischees gespielt wird und sie spielerisch in Frage gestellt werden, gibt es Identifikation für Jungs und Mädchen. All das im Rahmen einer etwas ungewöhnlichen „Monstersshow“ – ein Stück zum Mitfiebern und Gruseln, Lachen und Nachdenken!

Die Künstler.

Christiane Ahlhelm – Regie & Textfassung
geboren 1971 in Schleswig-Holstein, besuchte 1990 – 1993 die Schauspielschule Dimitri im Tessin (CH). Seit 1994 entstehen Regiearbeiten bei freien Theatergruppen sowie Eigenproduktionen. 1997 gründete sie mit anderen Künstlerinnen und Künstlern die Gruppe Kunstdünger, im Jahr 2000 entstand dann das Theater KUNSTDÜNGER für ein junges Publikum. www.theaterkunstduenger.de
Sie lebt und arbeitet in Valley bei München.

Stefan Drücke – Konzept & Spiel
1988-1991 Schule für Schauspiel Hamburg. Seitdem Engagements in Salzburg, Augsburg, Berlin, Hamburg und Erlangen (1998-2006) und diversen Filmproduktionen. Seit 2008 auch Klinik Clown. Derzeit ist er in mehreren Produktionen am Staatstheater Nürnberg zu sehen. Er lebt in Erlangen.

Annegret Enderle – Komposition & Spiel
geboren 1984 am Bodensee, studierte Musikpädagogik in Augsburg und Violine an der Musikhochschule Trossingen. Seit 5 Jahren selbständig als Theatermusikerin und Komponistin. Engagements in ganz Deutschland, unter anderem Theater Konstanz, Rostock, Bremen, Ingolstadt. Sie lebt in Leipzig.


Wann: So., 18.12.2016, 15.00 Uhr
Wo: Kulturforum Logenhaus, Universitätsstr. 25, 91054 Erlangen
Kosten: 10,- Erw. / 8,- Kind
Veranstalter/Info/Reservierung: Stefan Drücke, Stefan.Druecke@yahoo.com

9.10.2016 Kindertheater “Von einem der auszog das Fürchten zu lernen” – Premiere

Fürchten – von einem, der auszog! – Premiere

Ausgangspunkt für die Kindertheaterproduktion ist das bekannte Märchen der Brüder Grimm. Alle Rollen dieses Märchens sind für einen Spieler zusammengeschrieben und werden von einer Musikerin begleitet, die am Ende die Prinzessin sein wird.

Zur Geschichte.
Es waren zwei Söhne. Der jüngere Sohn ist dumm und wird vom Vater nicht beachtet. Wenn alle am Feuer Geschichten erzählen, „gruselt“ es sie. Das würde der Jüngste gern lernen, da es ihn nie gruselt! So wird er in unserem Stück in die phantastischsten Situationen gebracht, von denen man annimmt, dass sie den tapfersten Mann das Gruseln lehren – doch nichts kann ihn berühren. Nachdem er selbst zwei Gehängten mit Freundlichkeit und Gelassenheit begegnet, findet er sich schließlich in einem Spukschloss wieder: wer es dort drei Nächte aushält, bekommt die Prinzessin zur Frau. Ihm begegnet ein Skelett, er spielt mit einer Katze Karten, erlebt eine Teufelsbeschwörung und selbst die Gruft lässt ihn ohne Angst zurück. Da er es also drei Nächte ausgehalten hat bekommt er die Prinzessin zur Frau. Auf der Hochzeit redet er wieder vom Gruseln, da er das noch immer nicht erreicht hat („Ach, wenn mir’s nur gruselte!“). Seine Frau schüttet ihm nachts kaltes Wasser mit Fischen ins Gesicht – da gruselt es ihn endlich!

Zum Thema Furcht.
Der Mythos des angstfreien Helden gehört schon unter Vierjährigen zum gesicherten Wissen um das Wesen des Mannes – in allen Kulturkreisen und Religionen. Bei aller Kritik an solchen seltsamen Vorbild ist es doch wichtig zu bemerken, welchen immensen Bedarf besonders kleine Jungen haben, sich als unverletzlich, stark und überlegen zu empfinden. Ihre Spiele sind Übungsfeld für Größe und Autonomie. Aber oftmals besteht eine große Kluft zwischen dem Inneren, eigenen Empfinden eines kleinen Jungen und den ganzen männlichen Machtdemonstrationen. Es wird etwas umhüllt, was von innen ganz unsicher ist. Auch in vielen Schulklassen begegnen wir kleinen Helden des Alltages, die Furchtlosigkeit nur vortäuschen, und das Gegenteil des furchtlosen Märchenhelden sind. In unserer Inszenierung ermöglichen wir den Kindern, sich mit dem Helden zu identifizieren und anders als im Alltag der Kinder wird in dem Märchen eine Lösung geboten – dieser wirklich furchtlose Märchenheld ahnt, dass ihm etwas Entscheidendes im Leben fehlt, auch wenn er dank seiner Furchtlosigkeit sogar die Königstochter zur Frau bekommt. Erst durch ihre Liebe erlernt er das Gruseln. Am Ende gilt: Alle Gefühle sind wahr- und ernst zu nehmen und Angst ist eines davon, das man zulassen muss, dem man sich hingeben können muss, um es zu besiegen.

Zur Inszenierung.

Unsere Zuschauer werden von uns auf die Reise des Jungen mitgenommen – in akustisch und visuell phantasievollen Spielsituationen können die Kinder die Reifung des Helden mit durchleben und erfahren am Ende, wie befreiend der Zugang zum eigenen Gefühl ist. Da auf der Bühne Mann und Frau vertreten sind und mit allen gängigen Rollenklischees gespielt wird und sie spielerisch in Frage gestellt werden, gibt es Identifikation für Jungs und Mädchen. All das im Rahmen einer etwas ungewöhnlichen „Monstersshow“ – ein Stück zum Mitfiebern und Gruseln, Lachen und Nachdenken!

Die Künstler.

Christiane Ahlhelm – Regie & Textfassung
geboren 1971 in Schleswig-Holstein, besuchte 1990 – 1993 die Schauspielschule Dimitri im Tessin (CH). Seit 1994 entstehen Regiearbeiten bei freien Theatergruppen sowie Eigenproduktionen. 1997 gründete sie mit anderen Künstlerinnen und Künstlern die Gruppe Kunstdünger, im Jahr 2000 entstand dann das Theater KUNSTDÜNGER für ein junges Publikum. www.theaterkunstduenger.de
Sie lebt und arbeitet in Valley bei München.

Stefan Drücke – Konzept & Spiel
1988-1991 Schule für Schauspiel Hamburg. Seitdem Engagements in Salzburg, Augsburg, Berlin, Hamburg und Erlangen (1998-2006) und diversen Filmproduktionen. Seit 2008 auch Klinik Clown. Derzeit ist er in mehreren Produktionen am Staatstheater Nürnberg zu sehen. Er lebt in Erlangen.

Annegret Enderle – Komposition & Spiel
geboren 1984 am Bodensee, studierte Musikpädagogik in Augsburg und Violine an der Musikhochschule Trossingen. Seit 5 Jahren selbständig als Theatermusikerin und Komponistin. Engagements in ganz Deutschland, unter anderem Theater Konstanz, Rostock, Bremen, Ingolstadt. Sie lebt in Leipzig.


Wann: So., 9.10.2016, 16.00 Uhr, weitere Termine: Sa., 3.12., So., 4.12., Sa., 17.12. und So., 18.12.2016
Wo: Kulturforum Logenhaus, Universitätsstr. 25, 91054 Erlangen
Kosten: 10,- Erw. / 8,- Kind
Veranstalter/Info/Reservierung: Stefan Drücke, Stefan.Druecke@yahoo.com